Therapie

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden und kann auf einen mindestens 2000 Jahre alten Anwendungszeitraum zurückblicken. Die wenige Zentimeter großen Verwandten des Regenwurms besitzen drei Kiefer mit kleinen scharfen Zähnen. Ihre Bisswunde hinterlässt daher die Form eines dreistrahligen Sterns.

Die Gesamtwirkung der Therapie ist auf den leichten Blutverlust (ca. 40ml insgesamt) und die vom Egel selbst hergestellten Wirkstoffe zurückzu- führen. Die Blutegelwirkstoffe wirken gerinnungshemmend, lymphstrom- beschleunigend, durchblutungsfördernd, antithrombotisch und lokal krampflösend. Der sehr sanfte und langsame Aderlass verdünnt das Blut, entstaut, hemmt Entzündungen und leitet Giftstoffe und Schlacken aus. Die Blutegeltherapie ist von der Schulmedizin nur zum Teil anerkannt.

 

Die wichtigsten Behandlungsbereiche sind:

- entzündliche Erkrankungen, z.B. chronische Mittelohrentzündung

- venöse Erkrankungen, z.B. Krampfadern

- Gelenkerkrankungen, z.B. Rheuma und Arthrose

- lokale Infektionen, wie Furunkel.

 

 

Literatur:

Bierbach, E. Hrsg., Naturheilpraxis heute, 3. Aufl. Elsevier, Urban & Fischer, München 2006

Michalsen A./Roth M. Hrsg., Blutegeltherapie, Haug, Stuttgart 2006